Grundlagen unserer Pädagogik
Erziehung zu Freiheit, Selbstvertrauen, Autonomie und Selbstwirksamkeit kann nur gelingen, wenn man nicht über Kinder bestimmen will, sondern ihren individuellen Impulsen und Potenzialen zur Entfaltung verhilft. Jedes Kind trägt die Fähigkeit zur Selbstentwicklung in sich und ist dazu nicht auf erzieherische Interventionen angewiesen.
Unsere Aufgabe ist es deshalb, einen Entwicklungsraum zu gestalten, in dem das Kind frei von Druck selbst aktiv werden und mit seiner Umgebung in Kontakt treten kann. Die Kernkompetenz der Kinder in ihren ersten sieben Lebensjahren ist die Fähigkeit zur Nachahmung. Dabei verarbeiten sie, was sie körperlich, seelisch und geistig wahrnehmen und machen es sich zu eigen.
Wir erkennen Kinder als gleichwürdige Mitglieder der Gemeinschaft an, schätzen ihren Beitrag wert, nehmen ihr Erleben, ihre Intentionen, Gefühle und Ausdrucksformen ernst, ohne sie dabei mit Entscheidungen zu überfordern, die nicht altersgemäss sind. So ermöglichen wir eine fürsorgliche Beziehungsgestaltung, die auf Vertrauen und Sicherheit basiert.
Unser Tagesablauf bietet Geborgenheit durch einen rhythmisierten, sich wiederholenden Rahmen. Wöchentlich werden Aktivitäten wie etwa Brotbacken, Aquarellmalen, Reigen, Kneten mit Bienenwachs und Eurythmie angeboten. Der Verzicht auf Plastikspielzeug und auf den Einsatz jedweder Medien ist dabei nicht Ausdruck eines rückwärtsgewanten Weltbilds, sondern soll den Kindern ermöglichen, sich mit ihrer Umwelt in einem möglichst einfachen und sinnlich erfahrbaren Rahmen zu verbinden.
Auch unser Jahreslauf orientiert sich am Rhythmus der Natur und thematisiert den Wechsel der Jahreszeiten mit Festen wie Frühlingsfest, Sommerfest, Erntedank, Sommersonnwende und Michaeli.
Unser ausführliches pädagisches Konzept findet sich hier.